In dieser Folge geht es um etwas, das jede und jeder von uns in 30 Sekunden tun kann – und das im Ernstfall enorm wichtig sein kann: den eigenen Puls fühlen und auf Unregelmäßigkeiten achten. Genau darum geht es beim #PULSEDAY – dem Aktionstag, der dazu ermutigt, Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern früher zu entdecken. Marek Erhardt, Schauspieler und Enkel des Deutschen Komikers Heinz Erhardt berichtet hierzu ganz offen von seinen eigenen Erfahrungen. Hören Sie rein!
Was verrät unser Puls?
Der Puls ist ein zentraler Indikator für die Herzgesundheit, da er widerspiegelt, wie schnell das Herz Blut durch den Körper pumpt und wie effizient es arbeitet. Er liefert Informationen über diese drei Aspekte:
- Herzfrequenz: Zahl der Schläge innerhalb einer Minute. Normal ist ein Puls im Ruhezustand von zirka 50-60 Schlägen pro Minute. Gut trainierte Sportler haben oft sogar niedrigere Werte (um die 40 Schläge pro Minute), da ihr Herz bei jedem Schlag mehr Blut fördern kann.
- Rhythmus: Schlägt das Herz regelmäßig oder gerät es immer wieder aus dem Takt? Gelegentliche Herzstolperer sind normal. Häufige und anhaltende Störungen im Herzrhythmus sollten hingegen beim Arzt geklärt werden.
- Stärke des Herzschlags: Die Pulsqualität beschreibt die tastbare Beschaffenheit der Pulswelle und ist ein Ausdruck der Füllung der Arterien, unabhängig von der Herzfrequenz. Ein harter Puls kann zum Beispiel auf Bluthochdruck oder Arteriosklerose hindeuten, während ein weicher Puls häufig bei niedrigem Blutdruck oder Herzschwäche auftritt. Ein fadenförmiger (sehr weicher/schwer tastbarer) Puls (kombiniert mi hoher Pulsfrequenz deutlich über 100 Schlägen) gilt als Zeichen für einen Schock/ein Kreislaufversagen.
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Achtung Aktionstag!
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Ruth Ney ist Apothekerin und Medizinjournalistin bei der Herzstiftung. Sie koordiniert unter anderem die Podcast-Gespräche "imPULS".