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Vom Vorsatz zur Gewohnheit: Wie Herzschutz im Alltag gelingt

Wir wissen meist, was unserer Gesundheit gut tut – aber warum machen wir es dann oft nicht? Hören Sie mehr über gelingende Motivation im Podcast.

Seniorin mit Hantel und Gemüse
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Mehr Bewegung, gesünder essen, weniger Stress, mit dem Rauchen aufhören, Medikamente regelmäßig nehmen – all das klingt auf dem Papier oft klar und vernünftig. Im echten Leben stehen dann aber Termine, Müdigkeit, Gewohnheiten, Sorgen oder alte Rückschläge im Weg. Prof. Wiebke Göhner-Barkemeyer von der Katholischen Hochschule Freiburg ist Gesundheitspsychologin und beschäftigt sich schon lange wissenschaftlich damit, wie Menschen ihr Gesundheitsverhalten verändern können – und vor allem, wie sie dranbleiben.

In dieser Folge erfahren Sie, warum der Satz „Du musst dich nur zusammenreißen“ meistens in die falsche Richtung führt, wie Motivation wirklich entsteht und was ein guter Plan braucht, damit er nicht nach drei Tagen im Alltag untergeht. Wenn Sie also schon einmal gedacht haben: „Ich müsste eigentlich …“, dann ist diese Folge für Sie. 

Warum gute Vorsätze oft Theorie bleiben

Schon gewusst? Viele gute Vorsätze scheitern nicht am Ziel, sondern an der Formulierung. „Ich muss mich mehr bewegen“ klingt vernünftig – hilft dem Gehirn aber wenig. Denn im Alltag entscheidet nicht der große Vorsatz, sondern die konkrete Situation: Wann genau? Wo genau? Was mache ich, wenn etwas dazwischenkommt?

Außerdem gilt es, das neuronale Belohnungssystem im Gehirn zu stimulieren, denn Verlangen und die Aussicht auf Belohnung motivieren nachweislich zum Handeln. Hauptakteur ist dabei der "Glücksbotenstoff" Dopamin. Da die Dopaminproduktion allerdings grundsätzlich durch Tätigkeiten angeregt wird, bei denen wir Lust empfinden, ist die bewusste Wahl der Aktivität wichtig - nicht der kurzfristige Kick durch Schokolade oder Social Media Konsum, sondern eher Bewegung und Sportaktivitäten, die man mag. 

Entdeckt wurde das Belohnungssystem übrigens bereits im Jahr 1954 durch die US-Forscher James Olds und Peter Milner vom California Institute of Technology bei ihren Versuchen mit Laborratten – eigentlich, um neue Erkenntnisse über Lernprozesse zu gewinnen.

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Redaktion

Ruth Ney
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