Die durchschnittliche Lebenserwartung in Europa steigt stetig. Für Frauen und für Männer. Frauen werden im Schnitt sogar älter als Männer – doch leider verbringen gerade Frauen häufig den letzten Lebensabschnitt mit mehr Leiden etwa durch Herzerkrankungen. Können wir das vielleicht ändern?
Um diese Frage geht es bei dieser Folge von imPULS im Gespräch mit Prof. Dr. Sandra Eifert vom Herzzentrum Leipzig. Sie erzählt, was Longevity bedeutet, was zu Langlebigkeitsgenen bekannt ist und warum Genügsamkeit lebensverlängernd wirken kann. Hören Sie rein!
Langlebigkeitsgene: Gibt es die überhaupt?
Es gibt tatsächlich verschiedene spezifische Erbanlagen, die mit einer erhöhten Lebenserwartung in Verbindung stehen. Sie regulieren zum Beispiel die DNA-Reparatur, Entzündungsprozesse und den Zellschutz.
Das FOXO3-Gen ist eines der am besten erforschten Gene. Es spielt eine entscheidende Rolle in der Regulierung der Zelllebensdauer und des Zellschutzes. Studien mit Tieren haben gezeigt, dass Kalorienrestriktion und körperliche Aktivität die Aktivität des FOXO3-Gens positiv beeinflussen können.
Kalorienrestriktion und Fasten aktivieren nach aktuellem Wissen auch das Langlebigkeitsgen Sirtuin 1 (SIRT1). Dieses Gen bremst unter anderem die Einleitung des Zelltods und schaltet den Stoffwechsel auf die Fettverbrennung um.
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Expertin
Prof. Sandra Eifert ist Herzchirurgin und arbeitet als Oberärztin am Herzzentrum Leipzig. Dort leitet sie auch die Frauenherzsprechstunde, eine Einrichtung speziell für Frauen mit verschiedensten Herz- und Gefäßerkrankungen.